Eingewöhnung Kita & Kindergarten – liebevoll gestalten mit meiner kleinen Lerngeschichte
→ Hüpfe hier direkt zur Geschichte „Iggy Igel kommt in den Kindergarten“
Die Eingewöhnung im Kindergarten, Krippe oder Kita (oder auch in der Tagespflege) ist ein großer Schritt – für Kinder und für die Menschen, die sie begleiten. Plötzlich ist da ein neuer Raum. Neue Stimmen. Neue Gesichter. Und irgendwann kommt dieser besondere Moment, in dem Mama, Papa oder eine andere vertraute Person zum ersten Mal geht.
Manche Kinder laufen neugierig los. Andere bleiben lieber noch ganz nah bei ihrer Begleitperson. Manche winken fröhlich – und vermissen Mama oder Papa ein paar Minuten später doch ganz plötzlich. All diese Gefühle dürfen da sein.
In meiner Geschichte lernt der kleine Igel Iggy den Kindergarten kennen. Er ist neugierig, ein bisschen unsicher und stellt schnell fest: Abschiednehmen kann ganz schön schwierig sein. Zum Glück trifft er im Kindergarten auf Menschen und Kinder, die ihn freundlich begleiten.
Die Geschichte kann während der Eingewöhnung in der Kita oder Krippe vorgelesen werden. Sie eignet sich als Gesprächsanlass im Morgenkreis, für ruhige Vorlesemomente oder einfach für Kinder, die sich gerade selbst auf den Kindergartenstart vorbereiten.
Weiter unten findest du außerdem kleine Ideen, wie du Iggys Geschichte in der Kita aufgreifen kannst – und einen liebevollen Wegbegleiter für Eltern und andere Begleitpersonen, die während der Eingewöhnung manchmal ebenfalls ein bisschen Mut gebrauchen können.
PS: Wenn ich von Eltern oder Mama schreibe, darfst du selbstverständlich jede andere Bezeichnung einsetzen, die für dich und deine Familie gültig ist. Für den besseren Lesefluss – und auch in der Geschichte von Iggy Igel – werde ich die Begriffe „Eltern“ und „Mama“ verwenden. Danke für dein Verständnis.
Auf einen Blick
Thema: Eingewöhnung in Kita und Kindergarten
Alter: ab etwa 3 Jahren
Vorlesedauer: ungefähr 8 bis 10 Minuten
Geeignet für: Kita, Kindergarten, Kindertagespflege und zu Hause
Einsatz: während der Eingewöhnung, im Morgenkreis oder vor dem Kindergartenstart
Im Mittelpunkt: Abschied, Vermissen, Vertrauen und Wiedersehen
Das erwartet dich in diesem Beitrag:
- eine liebevolle Geschichte über Iggys ersten Kindergartentag
- kleine Gesprächsimpulse für die Kinder
- Ideen für den Einsatz während der Eingewöhnung
- Anregungen für die Elternarbeit
- ein passender Wegbegleiter für Eltern und andere Begleitpersonen
Iggy Igel kommt in den Kindergarten
Nun aber zu Iggy. Heute ist ein ganz besonderer Tag: Zum ersten Mal besucht der kleine Igel den Kindergarten. Ob er sich wohl hineintraut? Und was passiert, wenn seine Mama nach Hause geht?

© Susanne Bohne · „Wilma Wochenwurm“ ist eine eingetragene Marke · Diese Geschichte und die Illustrationen sind urheberrechtlich geschützt, eine kommerzielle Nutzung ist untersagt. Die Nutzung für Text- und Data-Mining sowie für das Training, die Auswertung oder die Generierung von Inhalten durch KI-Systeme wird ausdrücklich vorbehalten und untersagt (§ 44b Abs. 3 UrhG) — auch als Vorlage oder Inspiration. Mehr dazu im rechtlichen Hinweis.
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Wenn ich von Eltern oder Mama schreibe, darfst du selbstverständlich jede andere Bezeichnung einsetzen, die für dich und deine Familie gültig ist. Für den besseren Lesefluss – und auch in der Geschichte von Iggy Igel – werde ich die Begriffe „Eltern“ und „Mama“ verwenden. Danke für dein Verständnis.

An einem sonnigen Morgen im Wald erwachte der kleine Igel Iggy in seinem Blätterhaus.
Zuerst rieb sich Iggy verschlafen die Augen. Dann gähnte er und streckte sich – und dann! Ja dann fiel dem Igelchen mit einem Mal ein, was heute für ein Tag war: Heute war sein allererster Tag im Kindergarten!
Sofort sprang er aus seinem kuscheligen Blätterbett und lief zu seiner Igel-Mama, die schon mit dem Frühstück auf ihn wartete.
„Mama! Mama!“, rief Iggy aufgeregt und hüpfte in der Igelküche herum. „Heute gehe ich in den Kindergarten!“
Mama Igel lächelte und sagte: „Jaaa! Heute ist ein ganz besonders toller Tag. Und nun lass dir dein Frühstück schmecken!“
Das ließ sich der kleine Igel nicht zweimal sagen und so mampfte Iggy fröhlich seinen Frühstückswurm.
Dann putzte er seine Zähne, das konnte er schon ganz allein.
Und danach sagte Mama, dass es nun losging. Zum Kindergarten!
Iggys Stacheln zitterten vor Aufregung, als er sich seine Lieblings-Mütze auf den Kopf setzte.
„Bist du startklar, mein Stachelkind?“, fragte Mama Igel sanft.
Der kleine Igel nickte mutig, doch in seinem Bauch kribbelte es, als hätte er viel zu viele Walderdbeeren genascht.
Seite an Seite tippelten Mama Igel und Iggy los. Der Weg zum Kindergarten schlängelte sich im Wald durch knisterndes Laub und über weiche Moospolster. Iggys Herz klopfte immer schneller, je näher sie dem Kindergarten kamen, der auf der Lichtung bei den Eichenbäumen lag.

Ein neuer Ort und viele unbekannte Gesichter
Vor dem großen Eichen-Kindergarten wurden sie von einer lächelnden Igel-Dame begrüßt.
„Willkommen, Iggy! Schön, dass du da bist! Ich bin Frau Igula, deine Erzieherin aus der Pilzgruppe.“
Iggy wurde plötzlich ganz still und hielt Mamas Hand ganz fest.
„Hallo“, sagte er so leise wie ein Flüsterfloh. Mehr traute er sich gerade nicht.
Er schaute mit großen Augen umher. Überall wuselten kleine Igel herum, kicherten und tobten. In einer Ecke bauten einige mit bunten Bucheckern Türmchen, andere malten mit Beerensaft auf Baumrinde.
Iggy kannte hier niemanden. Er drückte Mamas Hand noch ein bisschen fester.
„Schau mal, Iggy“, sagte da Frau Igula, die Iggy seinen Platz an der Garderobe zeigte, „das ist dein eigener Pilz-Garderobenhaken. Hier kannst du deine Mütze aufhängen. Das ist dein eigenes Zeichen. Das Pilz-Symbol gehört nur dir ganz allein.“
Iggy staunte. Ein eigenes Zeichen hatte er noch nie gehabt. Und Pilze fand Iggy Igel sehr hübsch.
„Sogar dein Name steht hier“, sagte Mama Igel und zeigte auf das Namensschild über dem Pilz-Schild, auf dem ganz groß IGGY stand.
Frau Igula zeigte Iggy noch den kleinen Garten hinter dem Eichen-Baum, die Küche und den Sportraum. Außerdem gab es ein kleines Igel-Klo und ein Regal mit vielen kleinen Gummistiefeln. In das Fach mit dem Pilzsymbol stellte Mama Iggys Gummistiefel, die sie von zuhause mitgebracht hatte.

Der erste kleine Abschied
Dann brachten Iggy und Frau Igula Mama zur Tür.
Denn der Igel-Kindergarten war ja ganz allein für die Igelkinder. Die Igel-Mama und der Igel-Papa, die Igel-Omas, Opas, Tanten und Onkel brachten die Igelkinder jeden Morgen zu Frau Igula, gaben ihren Kindern dann einen diiiicken Abschieds-Igel-Kuss und verabschiedeten sich für ein ganz kurzes Weilchen, damit die Igelkinder in Ruhe spielen konnten. Das wusste Iggy schon, aber jetzt bekam er trotzdem wieder dieses merkwürdige Gefühl im Bauch. Und er wollte Mama Igels Hand nicht loslassen.
Frau Igula zeigte auf einen schönen Blätterhaufen ganz in der Nähe. Hier würde Mama die ersten Tage auf Iggy warten, während der kleine Igel im Kindergarten spielen konnte. Dann sagte Frau Igula, dass sie nun die Igel-Mama kurz verabschieden.
Mama hob Iggy hoch und der kleine Igel umarmte seine Mama ganz fest. Er wollte sie am liebsten gar nicht mehr loslassen.
„Iggy, mein mutiges, großes Stachelkind. Hab viel Spaß, ich bleibe da vorn im Blätterhaufen, ganz in deiner Nähe. Und nachher hole ich dich wieder ab. Bis gleich!“, sagte Mama und gab Iggy einen Igel-Nasen-Stups. Dann setzte sie ihn wieder auf dem Boden ab.
Iggy fühlte sich plötzlich ganz klein und alles wurde ganz schwer in ihm drin. Eine Träne kullerte über sein Igelgesicht. Schnell rollte er sich zu einem kleinen Stachelball zusammen. Das machen Igel immer, wenn sie ein bisschen Angst haben. Oder wenn sie ein bisschen traurig sind. In Iggys Bauch grummelte es. So ein Gefühl hatte er noch nie in seinem Igelleben gehabt.
Frau Igula streichelte über Iggys spitze Stacheln. Das kitzelte ein wenig.
„Es ist völlig normal, ein bisschen Angst zu haben oder ein bisschen traurig zu sein, wenn man sich kurz verabschiedet. Das geht so gut wie jedem Igelkind so. Aber Mama wartet hier in der Nähe, während du richtig tolle Dinge bei uns machen wirst und mit den anderen Igelkindern spielen kannst. Und nach einer Mittagspause holt sie dich gleich wieder ab“, sagte die nette Frau Igula.
Mama Igel stimmte zu: „Das wird ein igelstachelig toller Kindergartentag!“
„Die anderen Igelkinder warten schon auf dich und wollen dich so gern kennenlernen!“, sagte Frau Igula. „Sie sind alle sehr nett.“
Iggy rollte sich ein bisschen auf, so dass seine kleine Igelnase hervorschaute.
„Versprochen?“, fragte er.
„Großes Igel-Stachel-Ehrenwort!“, sagten Mama Igel und Frau Igula gleichzeitig.
Iggy kicherte und – schwupp – war er wieder aufgerollt, denn neugierig auf den Kindergarten und auf die igelstachelig tollen Dinge war er doch schon so sehr! Und das komische Gefühl in seinem Bauch war fast nicht mehr zu spüren.
Frau Igula nahm Iggy sanft an die Pfote und sagte: „Na. Dann lass uns doch jetzt gemeinsam die anderen Kinder kennenlernen. Hier kann man sooo viel entdecken! Du wirst staunen!“
Und das Entdecken und Kennenlernen wollte Iggy ganz unbedingt. Denn er war ja ein neugieriger UND ein mutiger kleiner Igel!
Weil ihm vom Weinen immer die Nase lief, reichte ihm Frau Igula noch schnell ein Taschentuch. Iggy schnäuzte laut hinein.
TRÖÖÖÖÖÖT!, machte es.
„Huch! Bist du etwa doch ein kleiner Elefant und kein Igel?“, fragte Frau Igula, schaute Iggy von oben bis unten an und kitzelte ihn sanft am Bauch. Iggy kicherte. Und seine Tränen waren schnell getrocknet.
Dann winkte er Mama noch mal zu und tippelte ganz mutige Igelschritte mit Frau Igula zurück in den Eichen-Kindergarten .

Iggy entdeckt den Kindergarten
Im Gruppenraum gab es so viel zu sehen! Iggy staunte über die vielen Spielsachen: Rinden-Puzzle, eine Schaukel aus Lianen und sogar eine kleine Matschkuhle zum Igel-Planschen. Und dann begrüßten ihn alle anderen Igelkinder mit einem lauten „Hurra, der Iggy ist da!„
Iggy lachte.
Alle waren sehr freundlich zu Iggy. Ein kleiner Igel namens Ingo zeigte ihm, wie man Türme aus Tannenzapfen baute. Das machte Spaß. Aber nachdem Iggy zwei hohe Tannenzapfentürme gebaut hatte, vermisste er seine Igel-Mama wieder und in seinem Bauch machte sich das nicht sehr schöne, sondern das sehr schwere Gefühl breit. Iggy musste ein bisschen schluchzen und rollte sich schnell wieder zu einer kleinen Kugel ein.
Aber da kam das kleine Igelmädchen Isa und stupste Iggy sanft an.
„Hallo?“, fragte Isa den Iggy-Stachelball. „Geht es dir nicht gut?“
Erst wollte Iggy gar nicht antworten, sondern nur nach Hause zu seiner Mama.
Dann stupste ihn Isa noch einmal: „Was ist denn los?“

„Mein Gefühl im Bauch grummelt sehr. Alles ist so schwer und tut mir irgendwie weh“, flüsterte Iggy da, weil sich das Mama-Vermissen so anfühlte.
„Oh, das kenne ich haargenau!“, rief Isa. „Weißt du, was dagegen hilft?“
„Nö“, schniefte Iggy.
„Schaukeln!“, rief Isa.
„Und Tannenzapfentürme bauen!“, rief Ingo.
Und Frau Igula rief: „Und Bücher lesen! Und mit uns spielen und Quatsch machen. Manchmal hilft auch ein bisschen Schnecken-Brei oder ausruhen oder wie ein Elefant zu tröten!“
Da musste Iggy wieder kichern und hatte plötzlich große Lust zu schaukeln. Schnell rollte er sich wieder auf, denn Schaukeln gehörte zu seinen Lieblingsdingen! Der kleine Igel schaukelte auf der riesengroßen Lianenschaukel fast bis an die Decke und Isa gab ihm sogar noch ein bisschen Anschwung. Das war toll!
Nach einer Weile läutete Frau Igula plötzlich mit einer großen Glocke. Nun gab es Mittagessen!
Auf dem Speiseplan stand heute leckerer Schnecken-Brei.
–> (Einen kostenlosen Wochenplan fürs Mittagessen kannst du hier in meinem Shop gratis herunterladen)
Alle saßen gemütlich beisammen und sagten einen Tischspruch auf:
Der Igel schnuppert, spitzt die Nas’,
setzt sich still ins grüne Gras.
Nun essen wir und freuen uns sehr,
denn unser Tisch, der ist nie leer!
Wilma Wochenwurms Tischsprüche für den Kindergarten findest du hier: Tischsprüche Kindergarten
Nach dem Mittagessen merkte Iggy, wie müde er vom vielen Spielen und Entdecken geworden war. Frau Igula sagte, dass jetzt Leisezeit war und zeigte allen ein Schild, auf dem stand: Wir sind leise. Und alle waren leise und suchten sich ein gemütliches Plätzchen. Auch Iggy. Dann las Frau Igula eine Geschichte von einem mutigen Drachen vor (du kannst sie auch gern hier selbst lesen: Der Drache mit dem Drachen). Iggy kuschelte sich tiefer in ein weiches Blätternest und schlummerte fast direkt ein. Er träumte einen wunderbaren Igel-Traum… bis, ja bis ihn etwas am kleinen Zeh kitzelte.
Mama kommt wieder
Es war Frau Igula, die ihn sanft weckte. „Iggy, deine Mama ist hier, um dich abzuholen!“
„Was? Schon?“, murmelte Iggy, der doch noch so viel im Kindergarten entdecken wollte.
Frau Igula lachte.
Schwups, war der erste Kindergartentag auch schon vorbei. Das ging aber schnell!
Iggy strahlte über das ganze Gesicht als er seine Mama an der Garderobe traf. Er rief: „Mama! Mama!Ich hab schon einen Freund und eine Freundin gefunden! Und morgen bauen wir eine riesige Baumwurzelhöhle! Es ist ja soooo igelschön hier!„
Mama Igel freute sich genauso wie Iggy, dass er einen tollen ersten Kindergartentag erlebt hatte.
Mit dem Stachel-Pfötchen Abschiedsgruß verabschiedeten sich alle Igel-Kinder und Frau Igula für heute voneinander.
Wie der Abschiedsgruß geht, möchtest du wissen?
Alle Kinder strecken ihre „Igel-Pfötchen“ aus (Hände vor sich halten) und berühren sich sanft an den Fingerspitzen – wie Igelstacheln, die sich sanft berühren. Dabei sagen alle: „Die Igel haben sich lieb und pieksen sich nicht. Tschüss, kleine Igel und bis morgen!“
Und nicht nur die Igel-Mama, sondern auch Frau Igula war mächtig stolz auf den kleinen Igel Iggy und seinen ersten Kindergartentag. Schnell holte Iggy seine Mütze von seinem Pilzhaken.
„Bis morgen!“, rief Frau Igula noch in den Wald und allen Igel-Kindern zu.
Müde, aber sehr glücklich tippelte Iggy mit Mama nach Hause und erzählte ihr alles, was er heute erlebt hatte. Ja, der Kindergarten war richtig igelsuper und Igel Iggy konnte es kaum erwarten, was er morgen alles igelstachelig Neues entdecken würde!
Ende
Copyright Text & Bild: Susanne Bohne, 2024 – keine kommerzielle Nutzung! Kein unerlaubtes Teilen oder Kopieren!
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Mitgebsel für die Eltern zur Eingewöhnung

Eine kleine Notfalltüte für die Eingewöhnung
Die Eingewöhnungszeit kann sich nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern ganz schön groß anfühlen.
Vielleicht ist da Vorfreude. Vielleicht auch Unsicherheit. Und manchmal fällt das Loslassen schwerer, als man vorher gedacht hat.
Für genau diese besonderen ersten Tage habe ich eine kleine Notfalltüte zur Eingewöhnung gestaltet. Sie ist als liebevoller Wegbegleiter für Eltern und andere vertraute Begleitpersonen gedacht.
Darin findest du unter anderem:
- eine kleine Geschichte über Mut, Vertrauen und Loslassen
- einen Begleitbrief für Eltern
- eine Mutmacherkarte
- eine Teebanderole mit passendem Einschub
- einen Verschlussaufkleber für den Umschlag
Mit wenigen Handgriffen entsteht daraus eine kleine Aufmerksamkeit, die leise sagt:
Ihr geht diesen Weg nicht allein.
Kleine Ideen für die Eingewöhnung in der Kita
Jede Eingewöhnung verläuft anders. Manche Kinder erkunden den Gruppenraum schon am ersten Tag neugierig. Andere beobachten zunächst lieber aus sicherer Nähe. Und manchmal fühlt sich ein Abschied an einem Tag ganz leicht und am nächsten plötzlich wieder besonders schwer an.
Iggys Geschichte kann diese Zeit begleiten, ohne den Kindern vorzugeben, wie sie sich fühlen sollen.
Ein kleines Abschiedsritual
Wiederkehrende Rituale können Kindern Orientierung geben. In Iggys Geschichte verabschieden sich die kleinen Igel mit ihrem Stachel-Pfötchen-Gruß.
Vielleicht entwickelt ihr in eurer Gruppe einen eigenen kleinen Abschiedsgruß. Das kann ein Winken am Fenster, ein Handzeichen, ein kurzer Spruch oder eine besondere Berührung mit den Fingerspitzen sein.
Wichtig ist nicht, dass das Ritual besonders ausgefallen ist. Es darf einfach jeden Tag ein kleines bisschen Vertrautheit schenken.
Iggys Gefühl im Bauch
Iggy spürt während seines ersten Kindergartentages immer wieder ein komisches Gefühl im Bauch.
Nach dem Vorlesen könnt ihr gemeinsam überlegen:
- Wie fühlt sich Freude im Bauch an?
- Wie fühlt sich Aufregung an?
- Wo spürt man das Vermissen?
- Können mehrere Gefühle gleichzeitig da sein?
Dazu können die Kinder ein Bild malen, eine Farbe auswählen oder mit ihren Händen zeigen, ob sich ein Gefühl gerade klein, mittelgroß oder riesengroß anfühlt.
Ein vertrauter Gegenstand
Manchen Kindern hilft während der ersten Tage ein kleiner Gegenstand von zu Hause. Das kann ein Tuch, ein Foto, ein Kuscheltier oder etwas ganz anderes sein.
Auch Iggy könnte in einer weiteren Erzählrunde überlegen, was er am nächsten Tag gern mit in den Kindergarten nehmen möchte.
Wenn auch den Großen der Abschied schwerfällt
Während der Eingewöhnung schauen wir verständlicherweise besonders auf das Kind. Doch auch für Mama, Papa oder eine andere vertraute Begleitperson beginnt eine neue Zeit.
Vielleicht ist da Stolz. Vielleicht Vorfreude. Vielleicht auch ein kleiner Kloß im Hals, wenn sich die Tür zum ersten Mal schließt.
Ein freundliches Wort, eine klare Information oder eine kleine Aufmerksamkeit kann zeigen:
Auch deine Gefühle dürfen da sein. Und wir gehen diesen neuen Weg gemeinsam.
Brauchst du einen Mutmacher?
Mit Wilma Wochenwurms Affirmationskarten, die ich für dich handgezeichnet habe, kannst du ganz viel Mut und Selbstvertrauen schenken. Schau sie dir gern unverbindlich in meinem Laden an.

Iggys Geschichte im Morgenkreis einsetzen
Die Geschichte von Iggy Igel lässt sich gut im Morgenkreis vorlesen. Besonders während der Eingewöhnungszeit kann sie den Kindern helfen, über neue Situationen, Abschied und Wiedersehen ins Gespräch zu kommen.
Du musst dabei nicht die ganze Geschichte auf einmal vorlesen. Gerade in einer jüngeren oder noch unruhigen Gruppe kannst du sie auch in kleine Abschnitte teilen.
Zum Beispiel:
- Iggy kommt im Kindergarten an
- Iggys Mama verabschiedet sich
- Iggy entdeckt den Gruppenraum
- Iggy vermisst seine Mama
- Mama kommt wieder
Nach jedem Abschnitt könnt ihr kurz überlegen:
Wie fühlt sich Iggy gerade?
Vielleicht möchten die Kinder ein passendes Gesicht zeigen, eine Farbe auswählen oder mit den Händen darstellen, ob sich Iggys Gefühl gerade klein oder ganz groß anfühlt.
Aktivitäten und Gesprächsimpulse
- Gefühlsbarometer: Lege verschiedene Karten mit Gesichtern (fröhlich, traurig, ängstlich, etc.) in die Mitte des Kreises und lass die Kinder eine Karte auswählen, die ihre derzeitige Stimmung am besten beschreibt. Sprecht gemeinsam darüber, warum sie sich so fühlen.
- Iggys Abenteuer nachspielen: Gestalte mit den Kindern eine kleine Szene, in der sie Iggys ersten Tag nachspielen können. Dabei kann jedes Kind eine Rolle übernehmen – sei es als Iggy selbst, als Erzieherin Frau Igula, oder als andere Igel-Kindergartenkinder. Dieses Rollenspiel hilft den Kindern, ihre eigenen Erlebnisse zu verarbeiten und gibt ihnen das Gefühl, verstanden zu werden.
- Freundschaftsband knüpfen: Bastelt gemeinsam ein Freundschaftsband für Iggy und diskutiert, wie wichtig es ist, Freunde im Kindergarten zu finden. Die Kinder können eigene Freundschaftsbänder knüpfen und austauschen, um die Idee von Freundschaft und Zusammenhalt zu stärken.
Diese Impulse können nicht nur helfen, den Morgenkreis abwechslungsreich zu gestalten, sondern auch die Kinder dabei unterstützen, ihre Gefühle zu benennen und zu teilen.
Auch der Stachel-Pfötchen-Gruß aus der Geschichte lässt sich gemeinsam ausprobieren. Dafür strecken die Kinder vorsichtig ihre Hände nach vorn und berühren sich mit den Fingerspitzen.
Dazu könnt ihr sagen:
„Die Igel haben sich lieb und pieksen sich nicht.
Tschüss, kleine Igel, und bis morgen!“
Vielleicht wird daraus sogar ein kleines Abschiedsritual für eure Gruppe. Natürlich muss kein Kind mitmachen. Manche schauen beim ersten Mal lieber nur zu und probieren es an einem anderen Tag aus.
Die Geschichte in der Krippe erzählen
Auch jüngere Kinder können Iggy durch seinen ersten Kindergartentag begleiten. Für die Krippe würde ich die Geschichte allerdings etwas kürzen und stärker mit Bildern, Gesten oder einer kleinen Spielfigur erzählen.
Du kannst dich dabei auf wenige, gut erkennbare Stationen beschränken:
- Iggy kommt mit Mama in den Kindergarten.
- Iggy schaut sich den neuen Raum an.
- Mama verabschiedet sich.
- Iggy ist traurig und wird begleitet.
- Iggy spielt und entdeckt etwas Neues.
- Mama kommt wieder.
Wiederkehrende Sätze helfen den Kindern, der Geschichte zu folgen. Zum Beispiel:
„Mama geht – und Mama kommt wieder.“
Oder:
„Iggy ist nicht allein. Frau Igula bleibt bei ihm.“
Vielleicht hast du eine kleine Igelfigur, die während des Erzählens von Bild zu Bild wandert. Auch ein Tuch, ein kleines Blätternest oder ein Kuscheltier kann die Geschichte für jüngere Kinder anschaulicher machen.
Dabei geht es nicht darum, dass die Kinder alles verstehen oder nacherzählen können. Sie dürfen einfach zuhören, schauen und Iggy ein kleines Stück auf seinem Weg begleiten.
Jede Eingewöhnung darf anders sein
Eine Geschichte kann Kinder begleiten, Gefühle sichtbar machen und einen kleinen Gesprächsraum öffnen. Sie ersetzt aber natürlich nicht die individuelle Begleitung während der Eingewöhnung.
Jedes Kind bringt seine eigenen Erfahrungen, Bedürfnisse und sein eigenes Tempo mit. Manche Kinder brauchen nur wenig Zeit, um sich vorsichtig zu lösen. Andere möchten über viele Tage hinweg ganz nah bei ihrer vertrauten Begleitperson bleiben.
Auch kleine Rückschritte gehören manchmal dazu. Ein Abschied, der gestern noch leicht war, kann sich heute plötzlich wieder schwer anfühlen.
Das bedeutet nicht, dass etwas falsch läuft.
Wichtig sind verlässliche Absprachen, vertraute Abläufe und Menschen, die aufmerksam darauf schauen, was das Kind gerade braucht. Iggy soll dabei keine Vorlage dafür sein, wie eine Eingewöhnung verlaufen muss. Er ist einfach ein kleiner Begleiter, in dessen Geschichte sich manche Kinder vielleicht wiedererkennen.
Eine Geschichte als Einstieg beim Elternabend
Auch bei einem Elternabend zur Eingewöhnung kann Iggys Geschichte einen kleinen Platz bekommen.
Du musst dafür nicht unbedingt die gesamte Geschichte vorlesen. Vielleicht wählst du nur die Szene aus, in der Iggy sich von seiner Mama verabschiedet oder sie während des Spielens plötzlich wieder vermisst.
Anschließend könnt ihr gemeinsam überlegen:
- Was könnte Iggy in diesem Moment helfen?
- Was braucht seine Mama, um ihm den Abschied zuzutrauen?
- Welche Absprachen geben Kindern und Eltern Sicherheit?
- Wie können wir einander während der Eingewöhnung gut informieren?
Die Geschichte kann dabei helfen, nicht sofort über Regeln und Abläufe zu sprechen, sondern zunächst über das, was die Eingewöhnung für Kinder und Erwachsene bedeuten kann.
Sie eignet sich deshalb als ruhiger Einstieg in ein Gespräch über Vertrauen, Abschied und die Zusammenarbeit zwischen Familie und Kita.
Weitere Materialien für die Eingewöhnungszeit
Vielleicht suchst du neben der Geschichte noch nach kleinen Materialien, die dich während der ersten Tage in der Kita begleiten.
Bei Wilmas Material findest du zum Beispiel:
Portfoliovorlagen zur Eingewöhnung

Schau dir gern in meinem Shop meine handgezeichneten Portfoliovorlagen zur Eingewöhnung in Kita und Kindergarten an.
Und psssst! Ein Freebie ist auch dabei! 🙂
→ Eingewöhnung Portfolio ← ansehen
Mit den Portfoliovorlagen kannst du erste Begegnungen, kleine Fortschritte und besondere Momente während der Eingewöhnungszeit festhalten.
Aushänge und Schilder für die Kita

Liebevoll gestaltete Aushänge und Schilder können Kindern und Familien dabei helfen, sich in der neuen Umgebung leichter zu orientieren.
Signalkarten für den Kita-Alltag
Die Signalkarten können wiederkehrende Abläufe sichtbar machen und Kindern eine kleine Orientierung im Alltag geben.
Frau Igulas kreative Signalkarten
Verhaltensregeln im Kindergarten einführen klappt super mit meinen handgezeichneten Bildkarten.
Schau sie dir gern einfach mal an:

Häufige Fragen zur Eingewöhnung in der Kita
Für welches Alter eignet sich die Geschichte von Iggy Igel?
Die Geschichte eignet sich besonders für Kinder ab etwa drei Jahren. Für jüngere Krippenkinder kannst du sie kürzen und mit Bildern, einer Igelfigur oder kleinen Gesten begleiten.
Wann kann ich die Geschichte vorlesen?
Du kannst Iggys Geschichte vor dem Kindergartenstart, während der Eingewöhnung, im Morgenkreis oder in einer ruhigen Vorlesesituation einsetzen.
Sie kann auch dann hilfreich sein, wenn ein Kind nach einigen Tagen plötzlich wieder stärker vermisst oder Abschiednehmen erneut schwerfällt.
Muss die ganze Geschichte auf einmal vorgelesen werden?
Nein. Gerade bei jüngeren Kindern kannst du die Geschichte in mehrere kleine Abschnitte teilen.
Zum Beispiel:
- Iggy kommt im Kindergarten an
- Mama verabschiedet sich
- Iggy entdeckt etwas Neues
- Iggy vermisst Mama
- Mama kommt wieder
Kann die Geschichte auch in der Krippe verwendet werden?
Ja. Für Krippenkinder würde ich den Text deutlich kürzen und nur die wichtigsten Stationen erzählen.
Wiederkehrende Sätze wie „Mama geht und Mama kommt wieder“ können dabei helfen, die Handlung verständlich zu machen.
Hilft eine Geschichte bei der Eingewöhnung?
Eine Geschichte kann Gefühle sichtbar machen und Kindern zeigen, dass auch andere neugierig, traurig, aufgeregt oder unsicher sein können.
Sie ersetzt aber keine individuelle und behutsame Eingewöhnung. Jedes Kind braucht sein eigenes Tempo und Menschen, die aufmerksam auf seine Signale achten.
Kann Iggys Geschichte bei einem Elternabend eingesetzt werden?
Ja. Einzelne Szenen eignen sich als ruhiger Einstieg in ein Gespräch über Abschied, Vertrauen und die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita.
Du musst dafür nicht die vollständige Geschichte vorlesen.
Was ist die Notfalltüte zur Eingewöhnung?
Die Notfalltüte ist eine kleine Aufmerksamkeit für Eltern oder andere vertraute Begleitpersonen während der Eingewöhnungszeit.
Sie enthält unter anderem eine Geschichte über Mut und Vertrauen, einen Begleitbrief, eine Mutmacherkarte sowie eine kleine Teeidee. Sie soll nichts „wegzaubern“, sondern einfach ein wenig Zuversicht schenken.
Kleine Schritte dürfen kleine Schritte bleiben
Der Start in die Kita ist für jedes Kind anders.
Manche Kinder sind sofort neugierig und möchten alles entdecken. Andere brauchen erst einmal viel Nähe, Zeit und einen sicheren Platz zum Beobachten.
Und manchmal fühlt sich ein Tag ganz leicht an, während der nächste wieder ein bisschen schwerer wird.
Iggy Igel soll Kinder und Erwachsene in dieser besonderen Zeit einfach ein kleines Stück begleiten. Vielleicht schenkt seine Geschichte einen ruhigen Vorlesemoment, ein gemeinsames Gespräch oder die Erinnerung daran, dass neue Wege nicht auf einmal gegangen werden müssen.
Ich wünsche dir, den Kindern und ihren Familien eine behutsame Eingewöhnungszeit mit viel Vertrauen, Geduld und kleinen Momenten, in denen das Neue langsam vertrauter werden darf.
Alles Liebe
Susanne
Über die Autorin

Ich bin Susanne Bohne, Kinderbuchautorin, Illustratorin und die Erfinderin von Wilma Wochenwurm.
Seit vielen Jahren schreibe und gestalte ich Geschichten und Materialien für Kita, Kindergarten und Grundschule. Dabei ist mir wichtig, Kinder nicht zu drängen oder ihnen Gefühle vorzugeben. Meine Figuren dürfen neugierig, mutig, traurig, unsicher und manchmal auch alles gleichzeitig sein.
Mit meinen Geschichten und Materialien möchte ich pädagogische Fachkräfte und Familien im Alltag begleiten – liebevoll, praktisch und mit kleinen Ideen, die sich ohne großen Aufwand einsetzen lassen.
Text & Illustration: Susanne Bohne, 2024
alle Rechte vorbehalten
alle Texte und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt.
Wilma Wochenwurm® ist eine eingetragene Marke
Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt und nur für den privaten Gebrauch.
Bitte kopiere die Texte und Bilder nicht und stelle sie auf keinen Fall ins Internet.
Du darfst aber gern auf meine Seite verlinken!
Verkauf oder Übersetzung der Materialien, sowie der Idee zum Material – auch in abgewandelter oder veränderter Form – ist nicht erlaubt. Das Zeigen meines Materials im Internet (YouTube, Social Media etc.) in Form von Fotos, Videos etc. ist nur mit Nennung meines Namens (Susanne Bohne) und einer Verlinkung meiner Website (halloliebewolke.com) gestattet.








