
Stell Dir vor, Du reist mit einem bunten Müllmonster und einer weisen Waldohreule um die ganze Welt und lernst dabei, warum es so wichtig ist, unseren Planeten zu schützen. Genau das erleben Mupf und Eulalia in meinem neuen Kinderbuch „Mupf das Müllmonster auf großer Reise um die Welt“. Und weil ich eine der schönsten Geschichten daraus kaum für mich behalten kann, möchte ich sie heute hier mit Euch teilen.
Aber kurz der Reihe nach – für alle, die Mupf noch nicht kennen:
Wer ist Mupf das Müllmonster?
Mupf ist ein liebes Müllmonster mit einem ganz besonderen Talent: Er kann mit seinem Rüssel Müll aufsaugen. Und weil er das so gut kann – und weil er so neugierig ist und unsere Erde so sehr liebt –, ist er auf eine große Reise gegangen. An seiner Seite: Eulalia, eine kluge Waldohreule, die immer gut auf Mupf aufpasst und ihm zeigt, wo seine Hilfe gebraucht wird. Die beiden reisen gemeinsam um die Welt, erleben Abenteuer und staunen, und überall, wo sie hinkommen, entdecken sie, was wir gemeinsam tun können, um unsere Erde ein bisschen besser zu machen.
In dieser Geschichte sind Mupf und Eulalia schon sehr weit gereist. Zuerst mit dem Zug, dann mit dem Bus und jetzt schaukeln sie auf einem großen Schiff über den weiten, blauen Ozean. Und dort, mitten im Meer, erleben sie etwas, das sie beide sehr bewegt.
Warum diese Geschichte über Plastikmüll im Meer?
Als Mama und Autorin (mehr über mich) liegt mir das Thema Umweltschutz sehr am Herzen. Aber ich wollte keine Geschichte schreiben, die Kinder mit schlechtem Gewissen zurücklässt oder Angst macht. Ich wollte eine Geschichte, die Mut macht. Die zeigt: Jeder kann helfen. Jeden Tag. Mit ganz kleinen Dingen.
Genau das hat Consuela Meeresschildkröte Mupf erklärt – tief unten im Pazifischen Ozean. Und jetzt erzählt Mupf es euch weiter.
Diese Vorlesegeschichte eignet sich wunderbar für:
- das Thema Meer im Kindergarten und in der Kita
- Projekte rund um Plastikmüll und Umweltschutz mit Kindern
- den Morgenkreis ab 4 Jahren
- erste Gespräche über Nachhaltigkeit mit Kindern
Gemeinsam für dein Projekt „Natur und Umwelt“ im Kindergarten
Lasst uns zusammen schauen, wie ihr die Geschichte über die Schildkröte Consuela in euren Kita-Alltag einbinden könnt! Oder:
Mupf das Müllmonster im Kita-Alltag: Ideen und Impulse für Deine Gruppe
Die Geschichte von Mupf und Consuela Meeresschildkröte lädt zum Staunen, Nachdenken und Mitmachen ein. Hier findest Du Ideen (auch für dein Nachhaltigkeits Projekt), wie Du sie wunderbar in Deinen Kita- oder Grundschulalltag einbinden kannst.
Was ist der Große Pazifische Müllstrudel? – einfach erklärt für Kinder
Der Große Pazifische Müllstrudel ist eine riesige Ansammlung von Plastikteilen mitten im Pazifischen Ozean. Meeresströmungen treiben den Müll über Jahre an einem Ort zusammen bis ein schwimmender Teppich entsteht, der größer ist als viele Länder.
Wie kommt Plastik ins Meer?
Das meiste Plastik darin kommt vom Festland: weggeworfener Müll, der über Flüsse ins Meer gelangt. Genau deshalb ist Plastikmüll im Meer ein so wichtiges Thema, auch und besonders für Kinder. Denn wie Plastik ins Meer kommt, können wir verstehen. Und wenn wir es verstehen, können wir auch etwas dagegen tun.
Gesprächsanlass für den Morgenkreis: „Habt ihr schon mal Müll am Strand oder an einem Fluss gesehen? Wie ist der wohl dahin gekommen?“
1. Gespräche führen: Was können wir gegen Plastikmüll im Meer tun?
Consuela erklärt Mupf etwas sehr Wichtiges: Das Plastik, das gar nicht erst ins Meer kommt, muss auch nicht herausgeholt werden. Das ist eine große Idee für kleine Menschen und ein guter Gesprächsanlass für den Morgenkreis zum Thema Wasser oder als Einstieg in ein Projekt Umweltschutz im Kindergarten.
Fragen für den Morgenkreis:
- „Was benutzt ihr zuhause statt Plastiktüten?“
- „Kennt ihr Dinge, die man immer wieder benutzen kann, statt sie wegzuwerfen?“
- „Was würden die Tiere im Meer sagen, wenn sie uns etwas fragen könnten?“
Lernziel: Handlungskompetenz stärken – Kinder erleben sich als wirksam, nicht als hilflos.
2. Basteln: Consuela Meeresschildkröte basteln
Schildkröten sind wunderbare Basteltiere – und nach der Geschichte wollen die Kinder Consuela bestimmt unbedingt selbst gestalten! Mit dieser einfachen Bastelidee Schildkröte taucht Ihr gemeinsam noch einmal in die Unterwasserwelt ein. 😊
Einfache Variante (ab 4 Jahren): Einen Pappteller grün oder braun bemalen, aus Tonpapier vier Flossen und einen Kopf ausschneiden und aufkleben. Mit Wachsmalstiften ein Muster auf den „Panzer“ zeichnen.
Erweiterte Variante: Aus alten Zeitschriften bunte Papierschnipsel reißen und als Mosaik auf den Panzer kleben – als Symbol dafür, wie bunt und schön das Meer sein kann, wenn kein Plastik darin schwimmt.
Tipp: Hängt die fertigen Schildkröten an blauen Wollfäden von der Decke – so entsteht eine kleine Unterwasserwelt basteln-Ecke im Gruppenraum, die das Thema noch lange lebendig hält.
3. Experiment mit Kindern: Plastik im Meer
Diese einfach umzusetzende Idee fürs Experimentieren mit Kindern macht sichtbar, was Mupf im Meer erlebt hat. Das Experiment Plastik im Meer lässt sich mit wenigen Materialien umsetzen und hinterlässt einen bleibenden Eindruck – bei Kleinen wie bei Großen.
Ihr braucht: Eine große Schüssel mit Wasser, kleine Plastikstücke (z.B. Strohhalm-Stücke, Folienreste), Naturmaterialien (Blätter, Stöckchen).
So geht’s: Gebt beides ins Wasser und beobachtet: Was schwimmt? Was sinkt? Was lässt sich leicht wieder herausfischen – und was nicht?
Gesprächsanlass danach: „Warum ist es so schwer, das Plastik wieder aus dem Wasser zu holen? Was wäre einfacher gewesen?“
Lernziel: Naturwissenschaftliches Denken verbinden mit dem Verständnis für Umweltzusammenhänge.
4. Bewegungsangebote Kita: Schwimm wie Consuela!
Die Die Kinder werden selbst zu Meerestieren – und erleben die Bewegungsgeschichte Unterwasserwelt mit dem ganzen Körper. Diese Idee eignet sich wunderbar als Bewegungsangebot Kindergarten für zwischendurch oder als lebendiger Abschluss nach dem Vorlesen.
So geht’s: Die Kinder suchen sich einen Platz im Raum. Auf Zuruf bewegen sie sich wie verschiedene Meerestiere:
- „Schwimm wie eine Schildkröte!“ → langsam, mit großen Armflossen
- „Schwimm wie ein Tintenfisch!“ → schnelle, ruckartige Bewegungen
- „Schwimm wie ein Fisch mit einer Laterne!“ → so tun, als würden wir eine Laterne vor uns hertragen und dabei mit dem Po wedeln („schwimmen“) 😄
Zwischendurch: „Oh nein – eine Plastiktüte! Wie bewegt ihr euch, wenn ihr euch verheddert habt?“ → Kinder erfahren mit dem Körper, was Consuela erlebt hat.
Lernziel: Empathie durch Perspektivwechsel – die Kinder schlüpfen in die Rolle der Meerestiere.
4. Was können wir jeden Tag für den Umweltschutz in der Kita tun? Mitmach-Idee für die Gruppe
Mupf und Consuela haben gemeinsam überlegt, was jeder tun kann. Das können Eure Kinder auch! Diese Idee eignet sich prima für eine Klimakita oder jede Gruppe, die Nachhaltigkeit im Kindergarten gemeinsam leben möchte und sie ist so einfach wie wirkungsvoll.
Idee: Bastelt gemeinsam ein „Mupf-Versprechen-Plakat“. Jedes Kind malt oder schreibt eine Sache, die es tun möchte z.B. keine Plastiktüte benutzen, eine Flasche auffüllen statt wegwerfen, eine Müllsammelaktion machen.
Das Plakat hängt dann als tägliche Erinnerung in der Gruppe , dass alle gemeinsam helfen können. Große und Kleine.
Tipp von Wilma Wochenwurm: Ergänzt das Plakat mit selbst gemalten Bildern der Kinder, was sie sich für das Meer wünschen, wenn kein Plastik mehr darin schwimmt. So entsteht nicht nur ein Versprechen, sondern auch ein kleines Kunstwerk voller Hoffnung.
EXTRA Tipp: Die erste Geschichte von Mupf Müllmonster könnt ihr hier lesen

Von Herzen für euch!
Von Herzen für Euch! Mupf das Müllmonster – lasst uns gemeinsam das Meer entdecken!
Die Geschichte von Mupf und Consuela Meeresschildkröte möchte Euch dabei unterstützen, mit Kindern auf eine ganz besondere Reise zu gehen – ans Meer, unter die Wasseroberfläche und mitten hinein in das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Sie regt zum Staunen, Fühlen und Nachdenken an und lässt sich wunderbar in den Kita- oder Grundschulalltag einbinden.
Die Geschichte ist toll für:
- das Thema Meer im Kindergarten und Projekte rund um Meerestiere
- gemütliche Vorlesezeit im Morgenkreis oder als Vorlesegeschichte Grundschule
- erste Gespräche über Plastikmüll im Meer und Umweltschutz mit Kindern
- das Entwickeln von Handlungskompetenz und Mitgefühl
- nachhaltige Projekte in der Kita – von der Krippe bis zur Grundschule
Tipp von Herzen: Nehmt Euch Zeit, die Geschichte über mehrere Tage zu erleben. Lest sie vor, spielt sie nach, bastelt Consuela und lasst die Kinder ihre eigenen Ideen einbringen, was sie für das Meer tun möchten.

Mupf zeigt uns: Auch kleine Monster können Großes bewirken. Und wir alle auch.
Wenn Dir die Geschichte gefällt, findest Du das komplette Buch „Mupf das Müllmonster auf großer Reise um die Welt“ mit 8 Mitmachgeschichten zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit – liebevoll illustriert und sofort einsetzbar in Kita und Grundschule – mit großem Downloadteil mit über 250 Seiten im Wert von 50 Euro
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Viel Spaß beim Erzählen und Ausprobieren! 💙
Mupf das Müllmonster und der Plastikmüll im Meer

Copyright: Susanne Bohne, 2026, urheberrechtlich geschützt, kommerzielle Nutzung ist untersagt
LESEPROBE aus dem Buch „Mupf das Müllmonster auf großer Reise um die Welt“ von Susanne Bohne

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(Weitere Infos)
Mupf das Müllmonster und seine Freundin Eulalia Waldohreule waren schon sehr, sehr weit gereist. Denn sie hatten gehört, dass jemand auf dieser Erde ihre Hilfe brauchte und deswegen hatten sie sich auf den Weg gemacht. Zuerst waren sie mit dem Zug gefahren, dann mit dem Bus und jetzt waren sie schließlich mit einem großen Schiff unterwegs, das langsam und gleichmäßig über das Wasser schaukelte.
Mupf mochte das Schiff sehr. Er mochte das Knarren der Holzdielen und das Rauschen des Wassers und den salzigen Geruch der Meeresluft. Und er mochte es, abends auf dem Deck zu stehen und zuzuschauen, wie die Sonne unterging. Was ein bisschen so aussah, als würde sie ins Meer tauchen.

Eulalia flog oft voraus und machte einen kleinen Erkundungsflug. Manchmal verschwand sie stundenlang am Horizont und kam dann, ein bisschen windzerzaust, wieder zurück und setzte sich neben Mupf auf das Schiffsgeländer.
„Hast du schon etwas entdeckt?“, fragte Mupf jedes Mal.
„Das Meer ist so weit und groß und wunderschön“, sagte Eulalia dann. „Aber etwas entdeckt habe ich nicht. Jedenfalls noch nicht! Schuhu!“
So fuhren sie Tag für Tag auf dem großen, blauen Ozean dahin und staunten, wie viel Wasser es im Meer gab und fragten sich, was wohl alles unter der Wasseroberfläche verborgen lag. Hin und wieder unterhielt sich Eulalia mit den Möwen, die das Schiff oft begleiteten und waghalsige Flieger waren.
Eines Morgens aber kam Eulalia von ihrem Entdeckungsflug zurück, setzte sich, wie immer, neben Mupf auf die Reling und ließ die Federohren hängen.
„Was ist los, Eulalia?“, fragte Mupf ein wenig besorgt. „Geht es dir nicht gut?“
Die Waldohreule holte tief Luft. Dann sagte sie leise: „Schuhu. Schau mal ins Wasser!“
Mupf beugte sich vorsichtig ein Stückchen über die Reling und schaute auf das tiefe, dunkelblaue Meer. Zuerst sah er nur das Wasser, das in der Sonne glitzerte. Aber dann entdeckte er es auch: Eine Plastiktüte trieb vorbei. Danach ein Strohhalm. Und eine Plastikflasche. Dann noch eine. Und ein Netz. Und plötzlich sah Mupf, dass das Wasser gar nicht mehr so blau war. Zwischen den Wellen trieben unzählige Plastikteile. Kleine und große, bunte und verblasste. Ganz viel Müll. Das gehörte ganz sicher nicht hier ins Meer. Eulalia hatte den Müll aus der Luft beim Vorüberfliegen entdeckt. Er war nicht zu übersehen gewesen.
Der Große Pazifische Müllstrudel – Plastikmüll im Meer
„Das ist der Große Pazifische Müllstrudel“, erklärte Eulalia. „Es ist ein riesiger, riiiiesiger Teppich aus Plastik, mitten im Meer. Der Müllstrudel ist so groß wie ein ganzes Land. Wirklich wahr!“
Mupf schüttelte den Kopf.
„Oh je. Oh jemine!“, sagte er. Dann überlegte er einen kurzen Moment.
„Ich schaue mir das mal besser an. Was meinst du?“, fragte Mupf, denn er war ein sehr guter Schwimmer und er wollte unbedingt herausfinden, was es mit diesem Müllstrudel auf sich hatte. Und vielleicht konnte er helfen. Mit seinem Müllaufsaugerüssel.
„Ja, das ist eine gute Idee. Wenn jemand helfen kann, dann du, liebes Müllmonster. Aber ich warte wohl besser hier oben“, sagte Eulalia, die mit Wasser nicht sehr viel am Eulenhut hatte.
Mupf gab dem Kapitän ein Zeichen und das Schiff hielt an. Mitten auf dem weiten, pazifischen Ozean.
Mupf taucht ab – eine Unterwasserwelt voller Plastik
Und Mupf, der ja ein Müllmonster war und deshalb unter Wasser wie ein Fisch atmen konnte, nahm Anlauf und hüpfte mit einem mächtigen Monsterplatscher ins Wasser.

Platsch!,
machte es laut und das Wasser spritzte auf.
Mupf tauchte langsam ab, es dauerte einen kleinen Moment, bis er sich orientiert hatte. Unter Wasser war es still und Mupf sah sich um. Überall, wirklich überall, trieben Plastikteile. Kleine Fetzchen, große Fetzen, durchsichtige Folien und bunte Deckel. Netze und Plastiktüten, Plastikgabeln und Verpackungen.
Consuela Meeresschildkröte braucht Hilfe
Aber mittendrin, in dem ganzen Müll, bewegte sich etwas. Das erkannte Mupf genau. Ja! Es war ein Tier! Mupf paddelte näher. Jetzt erkannte er es ganz deutlich: Es war eine große Schildkröte.
Sie schwamm ganz langsam und fuchtelte mit einer Flosse, um die sich eine Plastiktüte gewickelt hatte.
„Hallo“, sagte Mupf und blubberte kleine Luftblasen dabei aus. „Ich bin Mupf. Das liebe Müllmonster. Darf ich dir helfen?“
Die Schildkröte schaute ihn lange an, denn ein Müllmonster hatte sie ja vorher noch nie gesehen.
„Ich bin Consuela“, sagte sie schließlich. „Ich bekomme diese Plastiktüte einfach nicht ab. Erst dachte ich, die Tüte wäre eine Qualle, und die esse ich nämlich gern, aber es war ja nur Müll. Und dann habe ich mich völlig in der Tüte verheddert und nun kann ich gar nicht mehr richtig schwimmen.“
„Das ist nicht schön, das verstehe ich“, sagte Mupf. „Aber ich kann dir helfen. Ein Momentchen!“
Plastik im Meer und ein Müllmonster
Vorsichtig und behutsam löste Mupf die Plastiktüte von Consuelas Flosse. Das dauerte eine ziemlich lange Weile, denn es war eine ganz schöne Friemelei. Aber schließlich war Consuela befreit.

Danach saugte Mupf mit seinem Rüssel so viel Plastik auf, wie er nur konnte. Er wurde dabei sogar noch ein bisschen bunter als vorher. Aber selbst Mupf konnte den ganzen Müll nicht aufsaugen, der hier im Ozean trieb.
Consuela aber war glücklich. Sie schwamm eine Runde. Dann noch eine. Und das klappte nun wieder richtig gut. Immer wieder rief sie: „Danke, Mupf! Du hast mich gerettet! Du bist wirklich das tollste Müllmonster des ganzen weiten Ozeans!“
Mupf wurde ein bisschen rot und freute sich sehr, dass er ein bisschen helfen konnte. Aber es würde wohl noch eine große Müllmonsterarbeit sein, hier das ganze Plastik aufzuräumen. Das schaffte kein Müllmonster allein. So viel stand fest.
Consuela legte Mupf eine Flosse auf den Arm und sagte: „Weißt du eigentlich, wie schön dieses Meer ist, wenn kein Plastik darin schwimmt?“
„Nein“, sagte Mupf, das konnte er sich wirklich nicht vorstellen.
„Dann komm“, sagte Consuela. „Ich zeige es dir.“
Wie schön das Meer und seine Unterwasserwelt ist!
Und Consuela tauchte mit Mupf tief hinunter, wo das Wasser dunkelblau war und wo sie einem Fisch begegneten, der eine kleine Laterne dabei hatte.
Nach einer Weile tauchten Consuela und Mupf an einer anderen Stelle wieder höher und hier leuchteten plötzlich Korallen wie ein bunter Garten und Fische in allen Farben des Regenbogens wirbelten um sie herum.
Mupfelo!,
rief Mupf. Denn Mupfelo sagte das Müllmonster immer, wenn er sehr erstaunt war. Oder wenn ihm etwas außergewöhnlich gut gefiel. So machten das alle Müllmonster, die er kannte.
Das Korallenriff war wohl das Schönste, was Mupf jemals unter Wasser gesehen hatte.
„Ist unser Zuhause nicht wunderhübsch?“, sagte Consuela, „Wir Meeresbewohner würden uns so sehr freuen, wenn alle mithelfen, es zu beschützen.“
Mupf nickte und sagte: „Das werden wir! Versprochen!“
Eine Weile schwammen sie still nebeneinander her. Mupf saugte immer wieder den Plastikmüll mit seinem Müllmonsterrüssel ein und er dachte sehr angestrengt dabei nach.

Dann sagte er: „Weißt du, Consuela, ich kann leider nicht immer hier sein, um das Plastik aufzusaugen. Und selbst für so ein großes Müllmonster wie mich ist hier einfach viel zu viel Müll. Das tut mir sehr leid.“
Mupf seufzte betrübt, aber Consuela lächelte. Schildkröten können, das wusstet ihr vielleicht noch nicht, übrigens sehr schön lächeln.
Was können wir alle gegen Plastikmüll im Meer tun?
„Das ist nicht schlimm, lieber Mupf“, sagte sie. „Es ist so: Das Plastik, das gar nicht erst ins Meer kommt, muss auch nicht herausgeholt werden. Jede Plastiktüte, die nicht benutzt wird. Jede Flasche, die jemand wieder auffüllt, statt sie wegzuwerfen. Das Plastik, das nicht achtlos weggeworfen wird, sondern in den richtigen Mülleimer geworfen wird, landet dann nicht hier bei uns.“
„Mupfelo! Dann können also alle helfen? Große und Kleine?“, fragte Mupf nach.
„Alle“, sagte Consuela und nickte. „Jeden Tag. Mit ganz kleinen Dingen.“
„Verstehe“, sagte Mupf. „Ich werde allen davon berichten, die ich treffe. Das verspreche ich dir!“
„Das wäre schön, lieber Mupf. Danke für deine Hilfe! Jetzt muss ich aber schnell weiter, mach es gut und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder!“, rief Consuela Meeresschildkröte, winkte einmal mit der Flosse und dann schwamm sie los und verschwand schnell im Dunkeln des Meeres.
Mupfs Versprechen für das Meer
Mupf paddelte zurück zum Schiff und saugte auf dem Weg so viel Plastik ein, wie er nur konnte.
Als das Müllmonster dick und rund wieder an Deck kletterte, saß Eulalia Waldohreule schon auf dem Geländer des Schiffsdecks und wartete gespannt.
„Das hat ja lange gedauert! Ich dachte schon, du tauchst gar nicht mehr auf! Nun erzähl schon, was hast du erlebt?“, fragte sie ganz ungeduldig.
Und dann, noch während sich Mupf mit einem großen Monsterbadetuch abtrocknete, erzählte er von seiner neuen Freundin Consuela Meeresschildkröte, den bunten Korallen und von allem, das er erlebt hatte.
„Es ist wunderschön da unten“, sagte Mupf. „Aber das Meer braucht ganz dringend unsere Hilfe.“
Er berichtete Eulalia vom großen Müllstrudel und was wir tun können, damit er wieder verschwindet.
Die Eule nickte schließlich.
„Dann wissen wir ja jetzt, wofür wir reisen, lieber Mupf.“
„Ja, Eulalia, unsere Reise ist wirklich sehr wichtig“, antwortete das Müllmonster und freute sich monstermäßig auf all das, was sie noch erleben würden.
ENDE
urheberrechtlich geschützte Texte und Bilder – kommerzielle Nutzung (auch in Teilen oder in abgewandelter Form) ist untersagt. Wilma Wochenwurm ist eine eingetragene Marke, 2026 – Susanne Bohne
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Mit Mupf und Consuela wird das Thema Meer im Kindergarten oder in der Grundschule zu einem nachhaltigen Erlebnis, ob im Morgenkreis, als Bewegungsgeschichte Unterwasserwelt oder als Einstieg in ein großes Projekt Meerestiere. Ich finde ja, dass eine gute Vorlesegeschichte der schönste Türöffner für schwierige Themen ist. Für Kinder und für uns Erwachsene. Wenn Du noch mehr Geschichten rund um Natur und Umwelt im Kindergarten suchst, stöbere gern auf meinem Blog, dort findest Du viele weitere liebevoll erzählte Geschichten zu Nachhaltigkeit mit Kindern und anderen Themen, die Kinderherzen bewegen. Lass uns gemeinsam die Welt ein kleines bisschen besser machen!
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