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Wie entsteht der Wind? Eine Geschichte für Kinder

Wie entsteht der Wind?

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Text & Illustration: Susanne Bohne, 2022
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Wie entsteht der Wind?

Eine Geschichte für Kinder in Kita, Kindergarten und Grundschule

Graue, dunkle Wolken waren über der Wiese hinter dem gelben Haus am Ende der Straße aufgezogen. Belinda Biene und ihre Freundin, die meist sehr fröhliche Hummel Hilde, waren gerade noch sehr beschäftigt über die Wiese geflogen und hatten Nektar und Pollen aus den gelben Krokussen gesammelt. Nun aber sahen sie ein wenig besorgt in den Himmel und die Biene rümpfte die Nase.
„Bsssss… das sieht nicht gut aus!“, summte Belinda – und bevor Hilde antworten konnte, pfiff eine Windböe über die Wiese und verstrubbelte Hildes Hummelfell.

„Hui, ui, ui. Da hast Du recht!“, brummte Hilde und richtete sich die Fühler, die im Wind ein wenig durcheinander geraten waren.
In dem Moment rief jemand: „Hallo Hilde! Hallo Belinda!“ und das konnte doch niemand anderes als die liebe Wilma Wochenwurm sein, die auf der Wiese unterwegs war, um neue Abenteuer zu erleben.
Und so war es auch.
Wilma hatte ihre Freundinnen schon von Weitem erkannt und wurmte durch das hohe Gras, das im Wind schaukelte.

Schnell nach Hause!

„Hallo Wilma!“, riefen Belinda und Hilde gleichzeitig und zeigten in den Himmel. „Wir müssen leider ganz schnell los…“, brummelte Hilde. „…weil es gleich anfängt zu regnen und der Wind wird auch immer stärker!“, summelte Belinda.
„Ach ja?“, fragte Wilma erstaunt und bemerkte erst jetzt die grauen Wolken. Sie verstand gut, dass sich Belinda Biene und Hilde Hummel nun sputen mussten, nach Hause in den Bienenstock und in das Hummelnest zu kommen. Denn bei Regen können sie nicht fliegen. Und wenn der Wind noch stärker werden würde, kämen ihre kleinen, zarten Flügel der Insekten nicht mehr gegen ihn an.

„Woher auch immer dieser Wind kommt, wir müssen jetzt nach Hause, Wilma! Du geh auch lieber schnell in dein Wurmhaus. Nicht, dass du uns noch wegfliegst…!“, kicherte Belinda. Und – schwupp – summten und brummten die beiden in den Himmel und flogen, vom schnellen Wind getragen, nach Hause.

Wie entsteht Wind für Kinder erklärt von Wilma Wochenwurm

Woher kommt der Wind?

Auf dem Weg in ihr Wurmhaus pustete der Wind schon ziemlich stark über die Wiese und es begann zu tröpfeln. Wilma war froh, dass Belinda und Hilde noch rechtzeitig nach Hause geflogen waren. Sie dachte darüber nach, was die beiden vorhin gesagt hatten: Woher kam nur dieser Wind?

„Irgendwo…“, murmelte Wilma als sie sich auf ihr Wurmsofa fallen ließ und den Wind draußen ums Haus pfeifen und den Regen an die Fensterscheiben trommeln hörte, „…irgendwoher muss der Wind doch kommen. Aber woher genau? Und wie entsteht er?“
Wilma wusste es nicht. Aber sie wollte es unbedingt gern herausfinden.

Wer macht den Wind?

Mittlerweile war aus dem Wind draußen ein richtiger Sturm geworden, der über die Wiese fegte. Der Regen schlug gegen die Wohnzimmerfenster. Der kleine Wochenwurm überlegte. Wilma dachte an alle Dinge, die sie kannte, bei denen Wind entstand.

Einmal hatte ihr, zum Beispiel, Ferdinand Fliege gezeigt, wie schnell er mit den Flügeln schlagen konnte. Und das hatte wirklich ein bisschen Wind gemacht. Ob wohl alle Fliegen dieser Welt gleichzeitig mit den Flügeln schlagen mussten, um so einen Sturm machen zu können wie er gerade draußen wehte?

Fliegenflügel flattern

Wilma wurmte zum Fenster. Wenn sie sich auf die Zehenspitzen stellte, konnte sie das Astloch sehen, in das sich Ferdinand bei schlechtem Wetter verkroch. Dort sah sie ihn seelenruhig schlafen und da war klar, dass Ferdinand und seine Verwandten wohl nicht die Windmacher waren.

Und da Wilma gerade so viel über Fliegenflügel nachgedacht hatte, fiel ihr ein lustiger Zungenbrecher dazu ein:

Wilmas Zungenbrecher

Viele Fliegenflügel flattern frech,
frech flattern viele Fliegenflügel.

Sag den Zungenbrecher 3x schnell hintereinander auf!

Luftpusten-Husten

Aber woher kam der Wind denn dann? Wilma überlegte.
Was machte denn noch Wind? …
„Mir fällt nichts ein“, sagte sie und seufzte danach ein langes „Puuuuuuuh!“
Dabei pustete sie so viel Luft aus, dass die Gardinen wackelten.

„Hey! Ja klar!“, rief Wilma. Daher kam bestimmt der Wind! Wenn man nur fest genug pustete, dann wurde daraus bestimmt, nach einer Weile, ein richtig starker Wind. Vielleicht auch ein Sturm. Oder, wenn man ganz viel Puste hatte, sogar ein Orkan! Das musste Wilma ausprobieren.

Sie stellte sich auf ihren roten Moosteppich und begann zu pusten. Sie pustete und pustete. Gut, die Gardinen wackelten, mehr aber leider nicht. Und Wilmas Mund wurde ganz trocken von der ganzen Pusterei. Aber der Wind wollte nicht aufkommen. Der tobte nur draußen und die Bäume wackelten im Sturm hin und her.

Nachdem Wilma so viel gepustet hatte, dass es ihr sogar ein bisschen schwindelig geworden war, musste sie husten. Das war der Luftpusten-Husten und sie musste dringend ein Glas Wasser trinken.

Wilmas Zungenbrecher

Vom langen Luftpusten musst du husten
und bekommst Luftpusten-Husten.

Sag den Zungenbrecher 3x schnell hintereinander auf!

Wurmbesuch

Jetzt wusste Wilma auch nicht mehr weiter. Sie setzte sich wieder auf ihr Wurmsofa und sah dem Sturm draußen dabei zu wie er das Gras tanzen ließ und sein Sturmlied sang.

„Woher kommst du nur, lieber Wind?“, murmelte Wilma und plötzlich wackelte der rote Moosteppich, der in der Mitte des Wohnzimmers lag.

„Ach du meine Güte, was ist denn nun los?“, rief Wilma und erschrak sehr, als unter dem Moosteppich plötzlich jemand erschien. Es war Ruby Regenwurm, die ihren Kopf ans Licht streckte und sich genauso sehr erschreckte wie Wilma. „Ruby! Was machst du denn hier?“, sagte Wilma. „Wie schön, dich zu sehen… auch wenn du ein Loch in mein Wohnzimmer gebuddelt hast!“

„Habe ich das? Oh jemine. Oh je. Entschuldige!“, sagte Ruby und ihre Wangen wurden ein bisschen rot. „Es ist nur so: Bei Regen buddeln wir uns doch an die Oberfläche und irgendwie habe ich mich heute wohl verbuddelt, bin bei der Birkenwurzel falsch abgebogen – und schon war ich hier. Ich bringe das wieder in Ordnung!“

Und schon machten sich die beiden daran, das kleine Erdloch in Wilmas Wohnzimmer wieder zuzuschaufeln.

Wie entsteht Wind für Kinder erklärt - Ruby Regenwurm

Wie entsteht der Wind?

Da pfiff der Sturm um Wilmas Haus und Ruby rief: „Wow! Ist das aber ein Sturm! Ich bemerke das unter der Erde ja gar nicht. Weil der Wind dort nicht hinkommt.“
„Heute ist es wirklich sehr stürmisch, ja.“, antwortete Wilma und schaute aus dem Fenster. „Und ich würde zu gerne wissen, woher der Wind kommt! Ob wohl alle Fliegen dieser Welt nur kräftig mit den Flügeln flattern müssen? Oder ob man gaaaanz fest pusten muss? Aber ich glaube, das ist nicht die richtige Antwort.“

„Ha!“, rief Ruby da. „Ich weiß es! Ich weiß, woher der Wind kommt! Das hat mir vor laaaanger Zeit mein Opa Robinson erklärt. Und der muss es wissen, denn er war sehr weit herumgekommen.“
Wilma klatschte vor Freude in die Hände und hörte gut zu, als Ruby erklärte:

Wie entsteht der Wind

Ruby Regenwurm erklärt: Wie entsteht der Wind?


Um das mit dem Wind zu verstehen, muss mal erstmal wissen, dass überall ist Luft. Also bei uns Regenwürmern unter der Erde gibt es davon weniger, aber hier oben ist überall Luft um uns herum, die wir atmen. Und der Wind ist sozusagen die Luft, die sich bewegt. Mal schneller, so wie jetzt bei Sturm, und mal langsamer.

Aber wie kommt das?

Das hat mit der Sonne zu tun, die die Luft erwärmt. Über dem Land wird die Luft schneller warm als über dem Meer. Und jetzt kommt einer Art Zaubertrick: Die warme Luft über dem Land wird leichter und steigt nach oben. Wie ein Luftballon. Und die kältere Luft, die über dem Meer stand, strömt dann Richtung Land. Und so kommt richtig Bewegung ins Spiel und der Wind entsteht.

Ich zeichne dir das mal auf, Wilma!

Wie entsteht der Wind?
Wie entsteht der Wind von Wilma Wochenwurm Geschichte für Kinder Vorlesen Kindergarten Grundschule Kopie
Wie entsteht der Wind ? (c) Susanne Bohne

So entsteht der Wind!

Wilma Wochenwurm staunte. Dass der Wind so entsteht, damit hätte sie nicht gerechnet!
Sie bedankte sich bei Ruby, die eine gute Wind-Erklärerin war, und beide hörten dem Sturmwind zu, der schon ein bisschen weniger stark pustete. Der Himmel schien auch wieder ein wenig heller zu werden.
Die beiden Freunde hatten das aufgebuddelte Erdloch gestopft und der rote Moosteppich lag wieder dort, wo er hingehörte.

„Ich wurme mal wieder weiter“, sagte Ruby dann nach einer Weile. „Und ich verbuddle mich auch nicht mehr. Versprochen! Hihi.“
„Mach’s gut, liebe Ruby“, antwortete Wilma und lachte. „Du darfst dich doch immer zu mir verbuddeln! Aber erst müssen wir uns noch einen Wurm-Zungenbrecher-Satz ausdenken!“

Wilmas Zungenbrecher

Wurmige Würmer wissen Wurmwissen.
Wurmwissen wissen wurmige Würmer.

Sag den Zungenbrecher 3x schnell hintereinander auf!

Dann verabschiedeten sich die beiden, Ruby buddelte sich wieder in die Erde (aber vor Wilmas Haustür!), denn der Regen hatte aufgehört. Und Wilma, die strahlte, während der Wind durch ihre Fühler pfiff, und sie wusste, sie hatte heute wieder eine Menge gelernt!


Kennst du schon?

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